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Am Dorfausgang von St. Margrethen Richtung Au beginnt beim Restaurant "Schäfli" der Aufstieg zum Festungsmuseum Helsberg, eine vollkommen intakte Festung aus dem Zweiten Weltkrieg, ein interessanter Zeitzeuge der schweizerischen Verteidigungspolitik.

Das Artillerie-Kasemattenwerk Heldsberg wurde 1938 geplant, nachdem das Nachbarland Österreich am 12. März 1938 über Nacht von deutschen Truppen annektiert worden war. In nur zweijähriger Bauzeit wurde die Festung durch einheimische Baufirmen fertiggestellt. Die Festung hatte den Auftrag, den Übergang über den Rhein zwischen Montlingen und dem Bodensee zu verhindern und einen Angriff über den See aus dem Raum Lindau zu vereiteln, um damit die Mobilmachung im Landesinnern zu ermöglichen.

Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht schätzte die Schlagkraft der Festung so hoch ein, dass man ihr schon bei der Angriffsplanung aus dem Wege ging. Der Operationsplan «Tannenbaum» enthält denn auch den Passus: «Ein Angriff über den Rhein nur aus ostwärtiger Richtung zwischen Bodensee und Sargans ist wegen des gebirgigen Geländes und der starken Befestigungen bei Rheineck (Heldsberg) und Sargans nicht zu empfehlen».

Das Museum ist von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet. Gruppenbesuche mit Führungen sind nach Anmeldung auch an anderen Tagen möglich. Die Innentemperatur beträgt rund 13°C; eine warme Jacke mitzuführen ist deshalb empfehlenswert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Festung Heldsberg.

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