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Platanen entlang des Seeufers

8. September 2020

Platanenersatz beim Seepark

Der Seepark ist Bestandteil des Ortsbildschutzgebiets gemäss Verzeichnis der geschützten Bauten, Bäume und Strassenräume. 2012 erteilte der Stadtrat den Auftrag zur Bestandesanalyse und zum Entwicklungskonzept für die historische Anlage Seepark an Landschaftsarchitekt Martin Klauser, Rorschach. 2020 hat die Baumart AG, St. Gallen, sämtliche Platanen entlang des Seeufers geprüft und folgendes Fazit gezogen:

«Viele der Kopfplatanen weisen weitreichende Rindennekrosen auf. Insbesondere im Bereich der Köpfe oder um Schnittflächen von grösseren Astabnahmen. Zudem sind ältere Schnittstellen teilweise stark zersetzt oder es sind gar umfangreichende Höhlungen entstanden. Gerade bei älteren Kopfplatanen sind dies bekannte Alterserscheinungen. Die Ursachen der Nekrosen liegen meist in der Schnittführung und den Wundabständen des regelmässigen Rückschnitts. Der jeweilige Allgemeinzustand des Baumes und demzufolge sein Reaktionsvermögen spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Die dadurch absterbenden Gewebebereiche verunmöglichen einen erneuten Austrieb und im Laufe der Zeit findet eine Holzzersetzung statt. Um die Sicherheit im Umfeld der Bäume zu gewährleisten, müssen dann meist abgestorbene oder instabile Starkäste entnommen werden, was wiederum erneut nekrotische Bereiche hervorruft.

Zahlreiche Platanen sind im derzeitigen Zustand nicht mehr tragbar. In erster Linie aus Sicherheitsgründen, aber auch gleichwohl, weil sie ihrer gestalterischen Funktion nicht mehr gerecht werden»

Die Stadtgärtnerei hat in Koordination mit der Baumart AG sowie Landschaftsarchitekt Martin Klauser ein Unterhaltskonzept für die Platanen entlang der Seeuferpromenade erarbeitet. Baumreihen und Alleen sind aufgrund der meist unterschiedlichen Zustände der einzelnen Exemplare und des Erscheinungsbildes als Ganzes schwieriger zu ersetzen als Einzelbäume. Werden nur abgehende Bäume einzeln ersetzt, ist fraglich, ob die Ersatzpflanzungen zwischen den bestehenden, dominanten Exemplaren ausreichend Entwicklungspotenzial haben. Dem abschnittweisen Ersatz oder gar Totalersatz fallen meist auch gesunde Bäume zum Opfer. Im vorliegenden Fall können die drei Abschnitte anhand der Baumzustände in drei Zeithorizonte eingeordnet werden:

  • Abschnitt 1, Pavillon bis Seerestaurant: Kurzfristiger Baumersatz
  • Abschnitt 2, Pavillon: Baumersatz in 3 bis 5 Jahren
  • Abschnitt 3, Bunker bis Kornhaus: Baumersatz in 5 bis 10 Jahren

Der Ersatz der Platanen zwischen Pavillon und Seerestaurant, im nördlichen Bereich, soll in den kommenden Monaten (Schnitt November/Dezember 2020, Neubepflanzung Frühling 2021) an die Hand genommen werden.

Aufgrund des Zustands der Bäume ist ein zeitnahes Handeln notwendig. Die Massnahme sichert das Konzept der historischen Anlage zu erhalten und verloren gegangene Qualitäten wiederherzustellen. Dieser Bereich entspricht einem Teilschritt des Gesamtprojekts „Restaurierung Seepark“, das Ende 2012 von Landschaftsarchitekt Martin Klauser erarbeitet wurde.

Für das geplante Vorhaben wird ein ordentliches Baugesuchsverfahren durchgeführt. Dieses wird in den nächsten Tagen starten.

Der Kosten für den Ersatz der Platanen belaufen sich auf rund CHF 60'000. Die Kosten für die Fällung der Bäume sind im Budget 2020 enthalten. Die Kosten für die Neubepflanzung werden für 2021 entsprechend budgetiert.

Fazit: Der Stadtrat ist sich des Werts des Seeparks und der Gefährdung der historischen Anlage, die als Gartendenkmal von kantonaler Bedeutung eingestuft werden kann, bewusst. Darum hat er bereits vor einigen Jahren die Planung mit ausgewiesenen Fachleuten an die Hand genommen, erste Massnahmen bereits umgesetzt und steht nun vor weiteren Massnahmen.

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