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Genossenschaft Olma Messen St. Gallen

13. November 2020

Die Messe-/Kongressplätze und damit auch die Genossenschaft Olma Messen St.Gallen sind von der aktuellen Corona-Krise stark betroffen. De facto hat die Messe- und Veranstaltungsbranche seit dem 28. Februar 2020 ein Betriebsverbot auf unbestimmte Zeit. Es besteht keine Planungssicherheit, wann der Messe- und Veranstaltungsbetrieb im ursprünglichen Ausmass wieder aufgenommen werden kann. Der Genossenschaft Olma Messen St.Gallen fallen dadurch rund 80 % des Umsatzes für das Jahr 2020 weg. Die Rentabilität der Genossenschaft Olma Messen St.Gallen hängt massgeblich von den grossen Messen ab und darüber hinaus von den über 100 anderen, privaten Veranstaltungen respektive Kongressen. Die abgesagten Messen (OLMA, OFFA, Tier & Technik, Immomesse, OBA) und rund 60 andere Veranstaltungen beziehungsweise Kongresse belasten die Genossenschaft in grossem Ausmass. Der Verwaltungsrat der Genossenschaft Olma Messen St.Gallen hat daher die Regionsgemeinden von St. Gallen um eine genossenschaftliche Beteiligung angefragt.

Das Solidaritätsempfinden der Regionsgemeinden gegenüber den Olma Messen St.Gallen ist spürbar, zumal die Gemeinden von den Messen dieser Genossenschaft in «normalen» Jahren profitieren. Die Messen der Genossenschaft Olma Messen strahlen in die ganze Schweiz, was dem Tourismus, der Hotellerie, der Gastwirtschaft, dem Gewerbe etc. zu Gute kommt. Die gesellschaftliche Bedeutung ist sehr gross und vor allem stellt die OLMA als Publikumsmesse ein Identifikationsmerkmal für viele Ostschweizerinnen und Ostschweizer dar. Ein Solidaritätsbeitrag in Form einer Genossenschaftskapitalanlage an die Genossenschaft Olma Messen St.Gallen würde die vermeintliche finanzielle Ungleichbehandlung der verschiedenen St.Galler Messe-Veranstalter abschwächen.

Der Stadtrat hat daher beschlossen, zehn Anteilscheine à CHF 1‘000 als Genossenschaftskapital der Genossenschaft Olma Messen St.Gallen zu zeichnen.