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Ambulantes Gesundheitszentrum (AGZ)

28.02.2022 - Weitere mögliche Standorte für das Ambulante Gesundheitszentrum in Abklärung

Die Stadt Rorschach treibt das Projekt Ambulantes Gesundheitszentrum (AGZ) in Rorschach voran. In ihrer Rolle als Koordinatorin macht sie Vorschläge für mögliche Standorte und bringt Investoren und potenzielle Mieter immer wieder gemeinsam an einen Tisch, um das Projekt weiterzuentwickeln und das Leistungsangebot zu definieren. Das AGZ ist Teil der Spitalstrategie des Kantons St. Gallen. Es ist ein Ersatz für das Spital, das in Rorschach vor ziemlich genau einem Jahr in ein Ambulatorium ohne Notfallstation und stationäre Betten umgewandelt worden ist und seither als «Ambi Rorschach» geführt wird.

In Kürze

In Rorschach soll ein Ambulantes Gesundheitszentrum (AGZ) entstehen. Die Suche nach möglichen Standorten an zentraler Lage und mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr läuft auf Hochtouren. Derzeit mit am Tisch sitzen für dieses Projekt Vertreter des Kantonsspitals St. Gallen, der Klinik Group Teufen und Vertreterinnen und Vertreter der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte aus der Region Rorschach. Die Stadt Rorschach koordiniert das Projekt. Finanziell wird sie sich am AGZ nicht beteiligen, genauso wenig wie der Kanton. Das AGZ ist ein Ersatz für das Spital Rorschach, das seit der Schliessung der Notfallstation und der stationären Betten vor einem Jahr unter dem Namen «Ambi Rorschach» als Ambulatorium geführt wird.

AGZ
«Ambi Rorschach» im ehemaligen Spital.

In Rorschach soll ein Ambulantes Gesundheitszentrum (AGZ) entstehen, das im Idealfall 2024/2025 eröffnet wird. Die Suche nach möglichen Standorten läuft auf Hochtouren. Derzeit sind vier Standorte im Gespräch, über einen fünften wird verhandelt. Die Anforderungen: 3000 m² an zentraler Lage und gut erreichbar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Obwohl bei zwei Projekten Einsprachen gegen den Sondernutzungsplan hängig sind, seien die Vorbereitungsarbeiten für den Betrieb des AGZ weiterhin auf Kurs. Das sagt der verantwortliche Leiter Projekte und Entwicklung des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), Christian Prasciolu. Kein Geld von der Stadt Seitdem klar war, dass das Spital Rorschach geschlossen und in der Stadt am ee ein Regionales Gesundheits- und Notfallzentrum entstehen würde, treibt die Stadt Rorschach dieses Projekt voran. In ihrer Rolle als Koordinatorin bringt sie Investoren und potenzielle Leistungserbringer immer wieder an einen Tisch und klärt mit Vertreterinnen und Vertretern der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte die Bedürfnisse ab. Im Verlauf dieses Prozesses ist das ursprüngliche Regionale Gesundheits- und Notfallzentrum zum Ambulanten Gesundheitszentrum geworden. Die Notfallversorgung der Rorschacher/innen und Rorschacher ist gewährleistet und funktioniert (vgl. Seite 7). Eine eigene Notfallstation in Rorschach ist nicht nötig. Darin sind sich die medizinischen Fachleute einig. Welches Leistungsangebot die Bevölkerung im AGZ vorfinden wird, verhandeln die Beteiligten. Das sind im Moment das Kantonsspital St. Gallen, die Klinik Teufen Group und das Medizinische Zentrum Rorschach. Alle Ärztinnen und Ärzte - seien es Hausärzte oder Spezialistinnen - können Teil des AGZ werden. Sie müssen sich wie alle anderen künftigen Mieterinnen und Mieter an den Kosten für Planung, Investitionen und Betrieb beteiligen. Denn weder vom Kanton noch von der Stadt Rorschach werden Gelder für das AGZ fliessen. Verkauf des Spitals? Seit ziemlich genau einem Jahr ist das Spital Rorschach Geschichte. Der Notfall wurde geschlossen, die stationären Betten aufgehoben. Am Spitalstandort gibt es seit Februar des vergangenen Jahres das «Ambi Rorschach». Das Ambulatorium wird geschlossen, sobald das AGZ eröffnet wird. Was passiert dann mit dem Spitalgebäude? Ein Verkauf ist gemäss Auskunft des KSSG denkbar. In diesem Fall hätte der Kanton ein Vorkaufsrecht. Möchten künftige Besitzerinnen oder Besitzer die Liegenschaft umnutzen, müsste das Rorschacher Stimmvolk einer Umzonung zustimmen.

Notfallversorgung

Die Notfallversorgung der Rorschacher/innen und Rorschacher ist gewährleistet und funktioniert – auch nachdem vor einem Jahr die Notfallstation am Spital Rorschach geschlossen worden ist. Organisiert ist die Notfallversorgung im «Notfalldienstkreis am See (NaSe)». Zum einen gibt es in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital St. Gallen eine hausärztliche Notfallversorgung mit einem 24-Stunden-Notfalldienst, zum anderen die Rettung St. Gallen.

Rettung St. Gallen: 144

Notfalldienste Ärzte Rorschach: 0900 14 14 14

Kinder Notfall Praxis – Ostschweizerisches Kinderspital (OKS): 0900 144 100 (2.90.-/Min. 

aus dem Festnetz)

Notfalldienste Zahnärzte Rorschach: 0844 14 40 02

Rückblick – Ausblick

2. Dezember 2020

Der Kantonsrat verabschiedet die Spitalstrategie «4plus5». Das bedeutet: Es gibt künftig im Kanton St. Gallen 4 Spitäler (neben dem Kantonsspital als Endversorger sind das die Mehrspartenspitäler Grabs, Uznach und Wil) und 5 regionale Gesundheits- und Notfallzentren (Altstätten, Wattwil, Flawil, Rorschach und Walenstadt).

15. Januar 2021

Der Notfall am Standort Rorschach wird geschlossen.

31. Januar 2021

Das stationäre Leistungsangebot am Standort Rorschach wird aufgehoben.

1. Februar 2021

Das Kantonsspital St. Gallen eröffnet am bisherigen Spitalstandort ein Ambulatorium,

das «Ambi Rorschach».

März 2021

Die Stadt Rorschach lädt Hausärztinnen und Hausärzte aus der Region zu einem Informations- und Meinungsbildungsanlass ein. Thema: das neue Gesundheitszentrum

und sein Leistungsangebot.

13. Juni 2021

Das St. Galler Stimmvolk heisst die Weiterentwicklung der Strategie der St. Galler

Spitalverbunde gut.

Laufend Die Stadt Rorschach evaluiert mögliche Standorte und koordiniert die Suche

nach potenziellen Mieterinnen und Mietern. Das Leistungsangebot des Ambulanten

Gesundheitszentrums wird definiert.

2024/2025, eventuell später

Eröffnung des Ambulanten Gesundheitszentrums in Rorschach.