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AKTUELLES

16.11.2018

Grundsteinlegung an der Wachsbleichestrasse

An der östlichen Wachsbleichestrasse in Rorschach wurde der Grundstein für das erste Haus mit 12 Eigentumswohnungen gelegt, die im Frühling 2020 bezugsbereit sein werden. Der Überbauungsplan sieht für später ein zweites Haus vor.

Die i+R Wohnbau AG erstellt die beiden Mehrfamilienhäuser in Holzbauweise. Der natürliche Baustoff schafft einen hohen Wohnkomfort. Der Kern mit Erschliessungsbereich und Nasszellen wird in konventioneller Bauweise erstellt. Die Sicht auf den See ist zwischen und über die bestehenden Wohnhäuser nördlich der Wachsbleichestrasse zumindest teilweise frei.

Die ersten Käufer am Spatenstich
Der Spatenstich erfolgte im Beisein der i+R Vertreter, der Architekten Nik und Bruno Bucher (St. Margrethen), Stadtpräsident Thomas Müller sowie der ersten Käufer. Christian Müller, Niederlassungsleiter i+R Wohnbau AG, ist überzeugt, dass „die mit Kombination von Holz, der erstklassigen Architektur und der Umgebungsgestaltung ein Wohnbau entsteht, der höchste Ansprüche erfüllt“. Architekt Nik Bucher will mit Holz in den Decken und Aussenwänden eine „hochwertige Bausubstanz mit gesundem Klima und hohe Behaglichkeit“ schaffen.

Anstoss durch die Stadt
Stadtpräsident Thomas Müller bezog sich auf das Zeitungsinterview von Ueli Strauss, der als Leiter des kantonalen Amtes für Raumentwicklung in dieser Woche sagte: „Rorschach hat früh gemerkt, wie man Stadtentwicklung betreibt“. Bei der Überbauung Wachsbleiche sei die Stadt vorgegangen wie immer: Veränderungspotential von Quartieren aus der Gesamtsicht erkennen, Gespräche mit den bisherigen Eigentümern führen, städtebauliche Leitlinien für die Veränderung entwickeln, Investoren suchen und zusammen mit diesen das Projekt weiter bearbeiten. Der Stadtpräsident schätzt, dass mit der i+R Wohnbau AG ein Investor mit gleichem Verständnis für die städtebauliche Entwicklung vorhanden ist. Zusätzlich zum Bauvolumen sei zentrale Vorgabe gewesen, die freie Seesicht von der Promenadenstrasse zu erhalten.

Informationen zur Überbauung finden sich unter www.wachsbleiche.ch

16.11.2018

Zusätzliche Fussgänger- und Velounterführung beim Stadtbahnhof

Weil die geplante Strassenunterführung beim Stadtbahnhof aus Sicherheitsgründen für Fussgänger und Radfahrende nicht zugänglich sein wird und Velofahren in SBB-Unterführungen verboten ist, kam in der öffentlichen Diskussion das Anliegen nach einer zusätzlichen Fussgänger- und Velounterführung auf. Der Stadtrat nahm die Idee auf und liess die technische Machbarkeit abklären. Als optimale Linienführung erweist sich der heute durch das SBB-Gleis unterbrochene Sonnenweg. Die Lage ermöglicht zusätzlich einen noch besseren Zugang zum Bahnhof für Radfahrende aus dem Stadtzentrum.

Der Stadtrat meldete das Projekt beim Bund für die 3. Generation des Agglomerationsprogramms an. Der Bundesrat hat das Projekt als A-Massnahme eingestuft. National- und Ständerat beraten das Aggloprogramm ab der Wintersession 2018. Der Kanton St. Gallen beurteilt die Unterführung als Teil des kantonalen Radwegnetzes nach Goldach und weiter nach Westen. Damit stehen finanzielle Beträge des Bundes und des Kantons in Aussicht.

Das Bundesgericht hat die Beschwerde gegen die Doppelspur und den Ausbau des Stadtbahnhofs Ende September 2018 abgewiesen. Damit ist der Weg frei für den Baubeginn im nächsten Jahr. Die zusätzliche Unterführung hat eine technische Schnittstelle zum SBB-Bauvorhaben.

Der Ausgang des Rechtsmittelverfahrens und der Stand der Finanzierungsabklärungen bei Bund und Kanton legen es zeitlich nahe, die konkrete Projektierung der zusätzlichen Fussgänger- und Velounterführung (Phase Bauprojekt bis Baubewilligungsverfahren) nun sofort auszulösen. Der Stadtrat hat dafür einen Kredit von Fr. 140‘000.-- bewilligt und die Gruner Wepf AG, Zürich, mit der Erarbeitung des Bau- und Auflageprojekts zum Preis von Fr. 91‘873.50 inkl. Mehrwertsteuer (Kostendach) beauftragt.

Weil sich im Zeitpunkt des Voranschlages 2018 der weitere Verlauf der Projektabsicht nicht abschätzen liess, hatte der Stadtrat den Kredit im Voranschlag 2018 nicht eingestellt. Dies hat er in der Form eines Nachtragskredites nun getan. Gemäss Gemeindeordnung, Anhang 1 Finanzbefugnisse, kann der Stadtrat unvorhersehbare neue Ausgaben bis Fr. 250‘000.-- pro Fall und maximal gesamthaft Fr. 500‘000.-- pro Jahr beschliessen.

16.11.2018

PostAuto-Rückerstattung

PostAuto hat sich mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und der Konferenz der kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs (KöV) über die Höhe und die Modalitäten der Rückerstattung von zu viel bezahlten Abgeltungen geeinigt. Von der gesamten Rückerstattung von 188,1 Millionen Franken gehen 6,2 Millionen Franken an den Kanton St. Gallen und seine Gemeinden.
Der Rückerstattungsanspruch der Stadt Rorschach für die Jahre 2007 bis 2018 beläuft sich auf rund 56‘000 Franken. Die Anteile aus der PostAuto-Rückerstattung werden allerdings nicht separat ausbezahlt, sondern mit den ordentlichen Gemeindeanteilen 2018 an den öffentlichen Verkehr verrechnet.

16.11.2018

Veranstaltungsbewilligungen erteilt wurden

  • den Vereinen «Weihnachten in Rorschach» und «Zunft St. Niklaus Rorschach» zur Durchführung des Adventskalenders auf dem Lindenplatz vom 1. bis 23. Dezember 2018 und des St. Niklaus-Umzugs am Samstag, 1. Dezember 2018, 18.00 Uhr;

  • dem Gewerbeverein Rorschach zur Durchführung des Weihnachts-Bummelsonntags in der Stadt Rorschach am Sonntag, 2. Dezember 2018.

14.11.2018

Stellenausschreibung Leiterin oder Leiter Finanzverwaltung

Rorschach ist eine aussergewöhnliche Kleinstadt mit interessanten Entwicklungsprojekten. Unser langjähriger Leiter der Finanzverwaltung tritt im Frühjahr 2019 in den Ruhestand. Wir suchen deshalb per 1. April 2019 oder nach Vereinbarung eine/n

Leiterin oder Leiter Finanzverwaltung

Ihr Hauptaufgabenbereich umfasst folgende interessante Tätigkeiten:

  • Führen der Finanzabteilung in fachlicher und personeller Hinsicht;
  • Erstellen der Jahresrechnung;
  • Koordinieren des Budgetprozesses;
  • Ansprechperson für externe Instanzen (z. B. Revisoren);
  • Wahrnehmung des verwaltungsinternen Controllings;
  • Führen des Lohn- und Betreuung des Versicherungswesens;
  • Verantwortlich für die Pflege der EDV-Anlagen;
  • Mitwirkung in verschiedenen Projekten.

Wir erwarten:

  • Kaufmännische Ausbildung und mehrjährige Berufserfahrung in vergleichbarer Position;
  • Kenntnisse im öffentlichen Rechnungswesen;
  • Qualifizierte Weiterbildung im Bereich Finanzen;
  • Gute Informatikkenntnisse;
  • Exakte und professionelle Arbeitsweise;
  • Kommunikationsstärke und Teamgeist.

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, unsere Stadt mitzugestalten. Ein engagiertes Team und die aufgeschlossene Haltung der Behörde bilden die Grundlage für eine konstruktive, zielorientierte Zusammenarbeit.

Ihre Bewerbung senden Sie mit den üblichen Unterlagen an die Stadtkanzlei, Personaldienst, Hauptstrasse 29, 9400 Rorschach. Weitergehende Auskünfte erteilt Ihnen gerne der Stadtschreiber Marcel Aeple (071 844 21 16 oder marcel.aeple@rorschach.ch).

13.11.2018

Neue Parkgarage "Hafen" in Betrieb

Die Stadt Rorschach hat die Parkgarage „Hafen“ an der östlichen Hauptstrasse mit 107 öffentlichen Parkplätzen eröffnet. Das Hafengelände kann damit verkehrsfrei gemacht werden. Die Kreditvorlage für die Neugestaltung ist in Vorbereitung.

Mit Urnenabstimmung vom 21. Mai 2017 genehmigten die Stimmberechtigten von Rorschach mit einem Ja-Anteil von 74,5 Prozent den Kredit von 4,9 Millionen Franken für den Kauf des öffentlichen Teils der Parkgarage in der neuen Überbauung Seehof an der östlichen Hauptstrasse. Die 107 Parkplätze stehen ab sofort zur Verfügung und sind an das städtische Parkleitsystem angeschlossen.

Plangebiet seit 2006 entwickelt
In den Jahren 2006/2007 hatte die Stadt Rorschach ein Testplanverfahren für das Gebiet vom Rathaus bis zum Bahnübergang Bellevue durchgeführt.

Auf der Grundlage der städtebaulichen Leitlinien entstand im ersten Schritt der Neubau der Raiffeisenbank, der im Januar 2013 bezogen wurde. Die Stadt hatte dazu der Raiffeisenbank die ehemaligen Giger-Häuser verkauft.

Im zweiten Schritt folgte die Neuüberbauung Seehof mit 35 Wohnungen, die eine jahrzehntelange Lücke im Stadtkörper nach dem Abbruch des früheren Hotels Seehof schliesst. Die Stadt hatte das Areal im Jahre 2009 vom Kanton St. Gallen gekauft und im Jahre 2015 der Bauherrschaft Seehof verkauft. Bedingung der Stadt war, dass sie dort eine öffentliche Parkgarage erwerben und betreiben kann.

Spezialfinanzierung Parkierung
Der Kredit von 4,9 Millionen Franken setzt sich zusammen aus 4,2 Mio. Franken für den Kauf der Miteigentumsanteile an der Überbauung Seehof (ohne Unterhaltspflicht an den übrigen Gebäudeteilen), 340‘000 Franken für Betriebseinrichtungen und 360‘000 Franken für die Mehrwertsteuer. Der Kauf der öffentlichen Parkgarage hat keinen Einfluss auf den Steuerfuss. Die Finanzierung erfolgt über die Spezialfinanzierung Parkierung, die mindestens ausgeglichen sein muss. Über die Überführung von Gewinnanteilen in die Laufende Rechnung der Stadt beschliesst die Bürgerversammlung jeweils mit dem Voranschlag für das nächste Jahr.

Voraussetzung für Gestaltung des Hafenareals
Die neue Parkgarage trägt die Bezeichnung „Hafen“, um auswärtigen Gästen die Nähe zum Hafen und zur Schifffahrt sofort erkennbar zu machen.

Die neue Parkgarage ermöglicht die verkehrsfreie Gestaltung des Hafenareals. Die dortigen Parkplätze werden im Januar 2019 mit dem Aufbau der „Eisarena“ aufgehoben.

Die Planung für die Neugestaltung des Hafenareals und des Hafengebäudes sind weit fortgeschritten. Sie wurde der Begleitgruppe, den politischen Parteien und den interessierten Gruppierungen im September 2018 vorgestellt. Die Kreditabstimmung folgt im nächsten Jahr.

Erreichbarkeit des Zentrums
Mit den Parkgaragen „City“, „Stadthof“ und „Hafen“ sowie dem offenen „Curtiplatz“ betreibt die Stadt nun vier öffentliche Parkierungsanlagen mit 350 Parkplätzen in Zentrumsnähe. Die gute Erreichbarkeit der Ladengeschäfte im Stadtzentrum ist eine Grundvoraussetzung für Rorschachs Bedeutung als regionales Versorgungszentrum.

06.11.2018

Das internationale Forschungsprojekt «Biosphera Equilibrium» macht vom 3. bis 21. Dezember 2018 Halt auf dem Hafenplatz in Rorschach

Das internationale Forschungsprojekt «Biosphera Equilibrium» macht vom 3. bis 21. Dezember 2018 Halt auf dem Hafenplatz in Rorschach. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Minergie wird das Projekt nach Mailand, Locarno und Spreitenbach auch in Rorschach in Zusammenarbeit mit der Stadt Rorschach und der Energieagentur St.Gallen vorgestellt.
Informationen

Offene Türen
Die Zukunft auf dem Hafenplatz in Rorschach erleben und in das Labor der Sinne eintreten. Der Kubus steht zur freien Besichtigung offen. Die während der Öffnungszeiten anwesenden Fachleute begleiten durch das Forschungsprojekt und informieren entsprechend den Tagesthemen.
Tagesprogramm

Fachveranstaltung am 4. Dezember – Biosphera Equilibrium und Minergie der Zukunft
Das Forschungsgebäude wird von den Entwicklern erklärt. Es gibt Neues zu Minergie zu erfahren und bei Glühwein kann der Kubus besichtigt werden.
Informationen und Anmeldung

29.10.2018

Bauverzögerungen an der Kirchstrasse

Wie anfangs Oktober 2018 anzunehmen war und entsprechend im St. Galler Tagblatt kommuniziert wurde, verzögern sich die Arbeiten an der Kirchstrasse um ein paar Wochen.
Ursprünglich war das Bauende auf den 2. November 2018 geplant. Unvorhersehbare Werkleitungsumlegungen, Mehraufwand beim Freilegen von Werkleitungsblöcken sowie die längere Bauzeit beim Rammvortrieb führen allerdings zu Verzögerungen beim Baufortschritt an der Kirchstrasse. Aufgrund dessen wird die Kirchstrasse erst ab dem 1. Dezember 2018 wieder befahrbar sein.
Der Stadtrat dankt den Anwohnern für das Verständnis und die aufgebrachte Geduld für die unvorhersehbaren Verzögerungen der Baustelle.

26.10.2018

Erneute Erteilung des Labels «Energiestadt»

Die Labelkommission des Trägervereins Energiestadt hat der Stadt Rorschach erneut das Label «Energiestadt» erteilt. Anlässlich des Re-Audits vom Sommer 2018 hat die Stadt Rorschach von insgesamt 485 möglichen Punkten deren 293,1 (= 60,4 %) erreicht.
Energiestadt ist ein Programm von EnergieSchweiz und ein Paradebeispiel dafür, wie mit verantwortungsvollem Handeln die Lebensqualität gesteigert und das Klima geschont wird. Das Label ist Auszeichnung für eine konsequente und ergebnisorientierte Energiepolitik. Gemeinden, die das Label Energiestadt tragen, durchlaufen einen umfassenden Prozess, der sie zu einer nachhaltigen Energie-, Verkehrs- und Umweltpolitik führt.

19.10.2018

Der Stadtrat Rorschach besteht auf einer zeitgemässen und wohnortnahen Grund- und Notfallversorgung

Der Lenkungsausschuss zur Weiterentwicklung der Strategie der St.Galler Spitalverbunde, der von der Regierung des Kantons St.Gallen eingesetzt wurde, hat die fünf Standortgemeinden Altstätten, Flawil, Rorschach, Walenstadt und Wattwil zu Aussprachen eingeladen. Der Stadtrat Rorschach sieht die Gesundheitsversorgung als kantonale Kernaufgabe und verlangt für die Region Rorschach eine zeitgemässe und wohnortnahe Grund- und Notfallversorgung.

Die neu aufgekommene Spitaldiskussion wurde vom Verwaltungsrat der Spitalverbunde angestossen. Dieser erwartet ein strukturelles Defizit der kantonalen Spitäler und empfiehlt der Regierung, das stationäre Bettenangebot auf wenige Spitalstandorte zu beschränken. Ob es soweit kommt, ist ein politischer Entscheid, der dem Kantonsrat und über das Gesetzesreferendum letztlich den Stimmberechtigten zusteht.

Die steigenden Gesundheitskosten sind eine Herausforderung, die schweizweit hohe Priorität hat. Der Stadtrat Rorschach hat deshalb grundsätzlich Verständnis, dass sich auch der Kanton St.Gallen neue Formen der Gesundheitsversorgung überlegt. Allfällige Veränderungen dürfen aber nicht zu Lasten von einzelnen Regionen gehen, weil es sich um eine kantonale Kernaufgabe handelt.

Der Stadtrat Rorschach erkennt die Fortschritte der Medizin, die heute ambulante Eingriffe in Fällen ermöglicht, wo früher längere Spitalaufenthalte die Regel waren. Im Rahmen des Regierungsprojekts wird deshalb zuerst die für den ganzen Kanton erforderliche Zahl an stationären Spitalbetten zu bestimmen sein. Erst danach kann sich vernünftigerweise die Frage nach Standorten stellen. Nicht nachvollziehbar wäre, wenn bestehende Betten an heutigen Standorten aufgegeben und mit hohen Investitionskosten am Zentralspital neu erstellt würden.

Der Stadtrat hat dem Lenkungsausschuss dargelegt, dass Rorschach nicht bloss St.Fiden-Ost ist. Der funktionale Stadtraum am Bodensee hat auf längere Sicht das Potenzial, zur zweitgrössten Stadt im Kanton mit 45’000 Einwohnern zusammen zu wachsen. Deren Gesundheitsversorgung kann und darf deshalb nicht einfach der Stadt St.Gallen angehängt werden, die dannzumal nicht viel grösser sein wird als die zusammengewachsene Stadt am Bodensee. Ein Spital hat überdies volkswirtschaftliche Bedeutung für eine Region, vor allem bezüglich Arbeitsplätzen und Zulieferungen.

Der Stadtrat Rorschach lehnt Spitalschliessungen als reine Sparmassnahme ab. Als kantonale Kernaufgabe muss die Gesundheitsversorgung nicht zwingend kostendeckend sein. Niemandem käme es in den Sinn, solches von der Justiz, von der Polizei oder vom öffentlichen Verkehr zu verlangen. Mit politischem Willen lässt sich im Haushalt des Kantons St.Gallen ein erhebliches Sparpotenzial finden in anderen Geschäftsfeldern, deren Mehrwert für die Bevölkerung wenig bis gar nicht zu erkennen ist.

Sollte im weiteren Verlauf des Regierungsprojekts nachgewiesen werden, dass sich die Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung des ganzen Kantons durch neue Schwerpunktbildungen bei ambulanten und stationären Eingriffen wohnortnah sicherstellen lässt, wird sich der Stadtrat dieser Stossrichtung nicht zum Vorneherein verschliessen. Er verbindet damit allerdings klare Erwartungen. Eine Tagesklinik für ambulante Eingriffe darf nicht bloss eine bessere Hausarztpraxis sein; es geht um ein Spital mit begrenzter Bettenzahl. Die medizinische Art der angebotenen Eingriffe muss so breit sein, dass Patienten aus der Region Rorschach der Weg zum Zentrumsspital erspart bleibt, falls der gleiche Eingriff dort ebenfalls (nur) ambulant durchgeführt würde. Die Tagesklinik muss für die Bevölkerung der Region Rorschach die sofort erkennbare erste Anlaufstelle für Notfälle sein; ob Patienten danach zur stationären Behandlung in ein anderes Spital verlegt werden, wird im Einzelfall medizinisch zu entscheiden sein. Der Stadtrat erwartet, dass eine Tagesklinik nach zeitgemässen Vorgaben neu gebaut wird mit allen Einrichtungen, die für ein breites Angebot von ambulanten Eingriffen erforderlich sind. Bei der Standortwahl ist darauf zu achten, dass die Tagesklinik aus der ganzen Region gut erreichbar ist; mit dem Ausbau des Stadtbahnhofs zur öV-Schnittstelle und den anstehenden Neuüberbauungen in der Umgebung ergibt sich ein auf lange Sicht geeigneter Ort.

Für den Fall, dass die derzeit geschlossene Privatklinik St.Georg in Goldach mit ihrem kleinen Angebot an Betten für stationäre Behandlungen von einer neuen Trägerschaft übernommen werden sollte, erwartet der Stadtrat Rorschach vom Kanton, dass er sich bezüglich Spitalliste nicht kleinlich zeigt und den Wettbewerb mit kantonalen Spitälern nicht abwürgt.

Am Montag, 22. Oktober 2018, 19.00 Uhr, findet im Stadthof ein Bevölkerungsgespräch zur Spitalzukunft im Kanton St.Gallen statt. Anwesend werden sein:

Regierungsrätin Heidi Hanselmann
Regierungsrat Benedikt Würth
Regierungsrat Marc Mächler
Prof. Dr. Felix Sennhauser, Verwaltungsratspräsident der Spitalverbunde
Yvonne Biri Massler, Verwaltungsratsmitglied

Die Bevölkerung ist eingeladen, das Bevölkerungsgespräch zur Spitalzukunft zu besuchen und sich mit allen Mitgliedern des Lenkungsausschusses auszutauschen. Der Anlass ist öffentlich und der Eintritt ist frei.

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